Exkursionen

Frank Moritz
Einblick in die Brandenburger Parlamentsarbeit
Dienstag, 09.10.2018
Highslide JS

Am 19.09.2018 begann unser kleines Abenteuer in den Dschungel der Brandenburger Demokratie in Begleitung von Herrn Moritz und Herrn Paul.

Als PB-Leistungskurs 11 besuchten wir den Landtag, im Rahmen einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Von außen scheint das Gebäude wie ein Schloss, aber der Schriftzug an der Fassade „Ceci n’est pas un château“ trifft wohl zu, denn im Inneren wurde auf ein nüchternes Design geachtet, das ganze Treppenhaus ist schlicht in weiß gehalten und auch die Räume sind sehr funktional ausgelegt für Büroarbeit und Besprechungen.

In einem dieser Räume haben wir zunächst eine Einführung in die Arbeit des Parlaments erhalten mit Erklärungen zum Zeitplan der Abgeordneten, Zahlen zur Besetzung und Anteile an Mandaten von Partei zu Partei sowie die Regeln, die wir als Besucher im Plenum einhalten müssten. Recht einfach: man darf Atmen, Zuschauen, Zuhören und Sitzen. So. Das war’s.

Nach dieser Einweisung begaben wir uns also ins Plenum. Eine Stunde zuvor war bereits die neue Gesundheitsministerin vereidigt worden. Nun lief eine hitzige Diskussion über den neuen Haushalt. Die Königsklasse, wie uns erzählt wurde. Wir hörten Standpunkte verschiedenster Parteien von Linke zu SPD über CDU und AfD. Mit diesen Parteien würden wir uns später noch in eine Fragerunde werfen. Für mich war das Interessanteste am Besuch wie es in den Reden, die im Plenum gehalten wurden, immer wieder Zwischenrufe, Buh-rufe und Gelächter gab. Der Respekt zwischen den Parteien ist also nicht wirklich gegeben. Auch muss ich zugeben, dass sich das Zuhören dadurch mitunter sehr amüsant gestaltete.

Dann also zur Fragerunde. Wir haben einen Bogen um Fragen zur Bildungspolitik gemacht, uns beschäftigten die Meinungen zu den Vorfällen in Chemnitz und Köthen, die Wolfs-Problematik und die Verlagerung der Kreisverwaltung nach Beelitz. Die Politiker gaben uns Auskunft über ihre persönlichen Standpunkte, die zumeist zu den Grundsätzen ihrer Partei passten.

Zu guter Letzt gab es ein Mittagessen wonach wir uns dann auf den Weg nach Hause gemacht haben mit dem Bus. Für uns alle war es ein äußert informativer und auch eindrucksvoller Tag gewesen. So hoffen wir nächstes Jahr eventuell den Bundestag zu besuchen.

Victoria Elise Heckendorf



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