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Johann Schneider
Now I’ve had the time of my life
Montag, 16.11.2015
Highslide JS
„Straight ahead to London“ hieß es für die vier 9. Klassen des Fläming-Gymnasiums dieses Jahr. Mit vollen Reisetaschen und ordentlichem Proviant ging es am Freitagabend, den 09.10.2015, gegen 22:30 Uhr vom Busbahnhof los und ab ins Vereinigte Königreich. Mit den freundlichen Busfahrern wurde die Reise gleich viel schöner. Aber vor London hat man uns mit 2 Zwischenstopps noch auf die Folter gespannt. Zuerst an Dover Castle, die wir uns dann mal von außen ansehen durften und danach zum Shoppen in Canterbury, einer beschaulichen Stadt im Südosten Englands.#

Nach 4 Stunden Sturm auf die Geschäfte am Samstag durften wir dann aber doch endlich die Hauptstadt entern. Um 18:30 Uhr wurden wir den Gastfamilien vorgestellt und diese durften uns dann, in freudiger Erwartung, mit nach Hause nehmen. Und wie gedacht, war der erste Abend der schwerste. Neue Sprache, neues Land, neue Familie. Eine Herausforderung für alle Schüler.

Dann nahte der erste Morgen. Heute hieß es, die Stadt eigenständig ein wenig zu erkunden und sich mit der Sprache in der Öffentlichkeit etwas vertraut zu machen. Doch eine solche Millionenstadt lässt sich keineswegs an einem Vormittag erkunden. Deshalb schauten wir uns London auch von der Themse aus an und schließlich genossen wir vom London Eye noch den fantastischen Blick über London von oben.

Der erste Werktag in einer vielbeschäftigten Stadt. Montagmorgen 09:00 Uhr. Es stand Unterricht auf dem Plan. Und wir bemerkten direkt, dass der Londoner Verkehr nicht zu unterschätzen ist. Im Endeffekt fehlte uns dann eine ganze Unterrichtsstunde, die wir im Bus verbrachten und darauf warteten, dass es vorwärts ging. Und die Spannung auf den Unterricht stieg. Schlussendlich waren wir aber alle ganz entspannt und mussten zugeben, dass wir uns den Unterricht schlimmer vorgestellt hätten. Und da auch die Lehrer wussten, dass London nicht an einem Tag voll zu besichtigen ist, war ein Guide in englischer Sprache durch die Hauptstadt organisiert.

So langsam pendelte sich dann der Tagesablauf ein. Vormittags vier Stunden Sprachunterricht von einem Muttersprachler, nachmittags dann Höhepunkte und Spaß.

Dienstag stand der Besuch des berühmten Wachsmuseums Madame Tussaud‘s an. Und es lässt sich durchaus sagen, dass trotz einiger kleiner Enttäuschungen die Schüler fasziniert und beeindruckt waren.

Nach dem üblichen Unterricht am Mittwochvormittag ging es dann in ein Museum. Das hört sich erstmal langweiliger an, als es ist, denn das Museum nannte sich London Dungeon. Auf den Spuren der Geschichte des Tower of London und bei Nachforschungen zu Jack the Ripper lernten wir ganz nebenbei noch etwas von der Londoner Geschichte.

So langsam neigte sich die Englandfahrt dem Ende zu. Am Donnerstag hieß es “Time to say goodbye!” Wir verabschiedeten uns von den Gastfamilien und bedankten uns für die ausgesprochen schöne Woche in Elizabeth‘s Königreich. Der Vormittag konnte nun, in einem entsprechenden Rahmen, frei gestaltet werden. Und natürlich lief es auf Shopping in der berühmtesten Straße Londons hinaus, der Oxford Street. Primark und McDonalds wurden unsicher gemacht und die Souvenirgeschäfte leergeräumt. Am Nachmittag ging es dann in den kulturelleren Teil über. Für die Klassen 9b und 9L wurden Karten für „Das Phantom der Oper“ besorgt, die Klassen 9a und 9c durften eine Inszenierung von „Miss Saigon“ genießen. Durch die ausführlichen Beratungen nach den Stücken stellte sich schnell heraus, dass es den meisten gefallen hat.

Und dann nahmen wir traurig und doch irgendwie sehnsüchtig nach deutschem Boden Abschied von London. Das Verpassen der ersten Fähre ließ uns im Zeitplan etwas hinken, doch durch großzügige Zeitplanung auf der Heimreise kamen wir fast pünktlich, nach Dover und Calais, schließlich auch im heimischen Hafen an.

Unser Dankeschön richtet sich an die Märkischen Schülerreisen, die Busfahrer, unsere Lehrer und an die Gastfamilien für die Organisation einer so geilen Fahrt.

 



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