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Patrizia Kunath und Theresa Willrich für den Geschichtsleistungskurs 11GE1
Nicht nur Badespaß am Wannsee...
Dienstag, 30.06.2015
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„Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwester’lein und dann nischt wie raus nach Wannsee!“ Nicht so mit uns, denn wie es die Überschrift schon sagt, kann man am Wannsee nicht nur baden. Man kann auch eine der bedeutendsten Gedenkstätten deutscher Geschichte besuchen.

#< p>Am 16. Juni 2015 fuhren wir, der Leistungskurs Geschichte, zum „Haus der Wannseekonferenz“. Wie der Name es schon verrät, befindet sich das Haus direkt am Wannsee und man kann die Aussicht genießen, doch deshalb waren wir nicht dort. Seit 1992 ist das Haus eine Gedenkstätte und beherbergt die Ausstellung über die besagte Wannseekonferenz, bei der Vertreter der SS, NSDAP und mehrere Reichsminister die „Endlösung der Judenfrage“ besprachen.

Wir haben uns jedoch nur einen kleinen Teil dieser Ausstellung angesehen, denn unser eigentliches Thema war „Jugend im Nationalsozialismus“. Unsere Gruppenleiterin zeigte uns zu diesem Thema Zeitzeugengespräche von Frauen, die damals sowohl freiwillig als auch gezwungen im „Bund Deutscher Mädel“ waren, kurz BDM. Hiernach wurden wir in Gruppen unterteilt, wobei jede dieser ein anderes Thema zu behandeln hatte, alle ohne Zweifel höchst interessant. So haben wir z.B. erfahren, dass die gezielte „Einpflanzung“ des nationalsozialistischen Gedankenguts schon in der frühen Kindheit, mittels stark antisemitischer Kinderbücher wie „Der Giftpilz“ zu erreichen versucht worden ist.
Im Großen und Ganzen ist diese Ausstellung und vor allem die Auseinandersetzung mit diesem Thema sehr zu empfehlen, denn das „Haus der Wannseekonferenz“ ist anders, als zum Beispiel das Konzentrationslager Sachsenhausen, das auch viele bereits „besucht“ haben. Sicherlich sind beides eindrucksvolle und geschichtslastige Orte, aber einmal zu sehen, wo die Pläne für eben solche Grausamkeiten wie KZ’s und Vernichtungslager beschlossen wurden, was für Menschen einem solchen Beschluss zugestimmt haben, in dem Wissen, dass durch ihre Unterschrift und ihren Befehl Millionen unschuldiger Menschen umkommen, ist von elementarer Bedeutung.
Der Besuch dieser Gedenkstätte ist also durchaus empfehlenswert auch für die nächsten Geschichtskurse.

 

Patrizia Kunath und Theresa Willrich für den Geschichtsleistungskurs 11GE1



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