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Niklas Kleps, Lara Uhlendorf
Ein trauriges Kapitel deutscher Geschichte
Sonntag, 22.02.2015
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Ein trauriges Kapitel deutscher Geschichte

Wie viele Klassen vor uns haben auch wir mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung die Gedenkstätte Sachsenhausen bei Oranienburg besuchen dürfen. Aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des ehemaligen Konzentrationslagers unternahmen die 10. Klassen unseres Fläming-Gymnasiums eine Exkursion in die Gedenkstätte Sachsenhausen. #Im Besucherinformationszentrum wurden wir klassenweise in vier Gruppen aufgeteilt. Nachdem wir den gleichen Weg wie einst die Häftlinge gingen, gelangten wir zum Haupttor. Es herrschte bedrückte Stimmung als wir das Tor passierten, über dem der Schriftzug „Arbeit macht frei“ prangte. Direkt hinter dem Tor konnten wir die Lage der Häftlinge erahnen. Der einst stromdurchflossene Stacheldraht und die hohe Mauer, die die Inhaftierten von der Außenwelt abgrenzten, zeigten uns eindrücklich, wie aussichtslos ein Entkommen aus dem Lager gewesen sein musste. Als Erstes wurden wir über den Appellplatz geführt, über den ein eiskalter Wind fegte. Am Rande des Appellplatzes legten wir ein Blumengesteck am Standort des ehemaligen Galgens nieder und gedachten der Opfer mit einer Schweigeminute. Dann haben wir die noch vorhandenen Baracken besichtigt, in denen die Insassen untergebracht waren. Viele der Einrichtungsgegenstände waren noch aus der Zeit stammende Originale. Anhand der viel zu kleinen Betten und der unhygienischen Sanitäranlagen konnten wir uns vorstellen, wie menschenverachtend die Gefangenen untergebracht waren. Unser Guide erklärte uns, dass Folter und Demütigungen damals an der Tagesordnung waren. Wir besichtigten den Zellenbau, in dem prominente, meist politisch Verfolgte (wie zum Beispiel Stalins Sohn) gefangen gehalten wurden. Der emotionale Höhepunkt der Exkursion war der Rundgang um die Überreste der „Station Z“, welche die Gaskammer, die Genickschussanlage und die Verbrennungsanlagen umfasste. Wir bekamen ein mulmiges Gefühl, als uns bewusst wurde, dass an diesem Ort Tausende von Menschen getötet wurden. Danach konnten wir individuell das Gelände erkunden. Wir besichtigten die ehemalige Krankenstation und die Küche, in der eine Ausstellung über das beschwerliche Leben der Gefangenen informierte.

Abschließend können wir sagen, dass es ein sehr informationsreicher und emotionaler Tag für uns war. Unser besonderer Dank gilt der Konrad-Adenauer-Stiftung für die finanzielle Unterstützung bei der Exkursion.



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