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Anke Wagner
Was bleibt?
Freitag, 13.12.2013
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Eine Nachlese zur Einweihung des Erweiterungsbaus des Fläming - Gymnasiums

Gut acht Wochen ist es her, als man auf dem Campus des Fläming – Gymnasiums viele aufgeregte Schüler und Lehrer sowie erwartungsvolle Eltern und Gäste sehen konnte, denn am 18.10.2013 war es endlich soweit. Der Erweiterungsbau des Gymnasiums wurde im Rahmen eines bunten Schulfestes in die Hände derjenigen übergeben, die ihn nutzen und mit Leben erfüllen sollen.#

Aufregende Tage gingen dem voraus, denn im Rahmen einer Projektwoche bereiteten Schüler und Lehrer eine festliche und unterhaltsame Einweihungsveranstaltung vor. Schließlich war allen bewusst, was sie an diesem Tag erleben würden. Unter dem Motto "Zeit" wurden verschiedene Projekte angeboten. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler unter anderem lernen, wie schnelllebig das Leben ist, wie Einfallsreichtum und Engagement das Leben der Menschen verbessert und erleichtert haben.

Dabei lohnte zudem ein Blick auf die Entwicklung unseres Schulstandortes. Rasch wurde klar, welche bewegten Zeiten diese Bildungseinrichtung bereits hinter sich hat. Von den zwei Brandstiftungen, der Erweiterung des Komplexes durch Haus drei und vier sprachen auch der Vizelandrat Herr Stein und Schulleiterin Cordula Wedner. Dennoch überwogen Freude und Stolz, dass das Schulerweiterungsprojekt an diesem Tag seinen Abschluss fand, selbst wenn bis zum heutigen Tag noch kleinere Restarbeiten wie beispielsweise die Gestaltung des Außengeländes ausgeführt werden.

Geht man nun in der Woche über das Gelände, ist wieder die klassische Betriebsamkeit einer Schule zu spüren. In den Pausen strömen die Schülerinnen und Schüler von einem Haus ins andere, es werden letzte Vorbereitungen für Referate und Präsentationen getroffen – kurz: Der Schulalltag ist zurück. Und trotzdem ist einiges irgendwie anders. Schüler als auch Lehrer genießen das Flair der neuen Räumlichkeiten. Besonders die ruhige Atmosphäre wird geschätzt, wie es Elisabeth Garbe, langjährige Lehrerin der Schule, beschreibt. Und auch die neue Technik mit interaktiven Tafeln genießen Lehrer und Schüler gleichermaßen. Der erste Respekt vor Ungewohntem ist der Experimentierfreude gewichen. So äußerte Frau Schulze, eine Kollegin, die erst seit diesem Schuljahr zum Lehrerteam des Gymnasiums gehört, sie liebe die neue Tafel regelrecht und möchte sie auf keinen Fall mehr missen. Das moderne Sprachlabor bietet bisher ungeahnte Möglichkeiten, Sprachfähigkeiten der Schüler so zu fördern, wie es die moderne Zeit verlangt.

Die Schülerinnen und Schüler erobern langsam, aber stetig die neuen Rückzugsmöglichkeiten, denn kleine Räume mit gemütlichen Sitzgruppen laden zum Verweilen ein. So können die Hektik und der Stress des Schulalltags mal vor der Tür bleiben.

Und selbst für das leibliche Wohl wird umfassend gesorgt. In der neuen Aula, die als Mensa und Versammlungsort genutzt wird, können Schüler und Lehrer in ruhiger und entspannter Atmosphäre Mittag essen. Der Snackshop hält auch für zwischendurch kleinere Leckereien bereit. Beides ist voll angenommen und vermittelt schon fast den Eindruck einer studentischen Mensa, denn man spürt, dass sich die Jugendlichen hier gern aufhalten und dass die Pause als gemütliches Miteinander genutzt wird.

Ein eigener Schulsong, der im Rahmen eines Projektes im Musikunterricht der gymnasialen Oberstufe gemeinsam mit der Gruppe "Unduzo" entstand, und eine Schulkleidung, die auch auf dem Schulfest präsentiert wurde, zeigen, man identifiziert sich mit seiner Schule. Und man träumt auch schon weiter und träumen darf man, weil Träume – wie am Erweiterungsbau zu erkennen – durchaus in Erfüllung gehen können. Die Einnahmen des Schulfestes – durch Kaffeestube und Grillstand erzielt- sollen für ein Sonnensegel vor der Mensa investiert werden. Aus eigener Kraft ist die Gesamtsumme allerdings nicht aufzubringen. Und auch der Sportbereich kann sich die Verbesserung der Sportbedingungen sehr gut vorstellen, denn die Wege zu den Sporthallen bzw. zum Sportplatz sind sehr weit.

Im Moment bleibt aber erst einmal festzustellen, dass sich die Lern- und Arbeitsbedingungen entscheidend verbessert haben. In der Schule kann man lernen und sich wohlfühlen. Deshalb ein herzliches Dankeschön all denjenigen, die das möglich machten.

Anke Wagner

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