...und sonst so?

Emilia Wallbaum
Ein Unterrichtsgang mit allen Sinnen
Sonntag, 06.09.2020
Highslide JS
Ein Unterrichtsgang mit allen Sinnen

Bereits Ende der 1960er Jahre kam die „Land Art“ Kunst in den USA auf. In ihr wird zum Beispiel der Verlust des eigenen Maßstabes vor der Unendlichkeit des Raumes beschrieben. Diese Wirkung wird durch das bloße Betrachten der Natur erzielt. Immer wieder bezieht sich die Kunst in der Natur aber auch auf Städte. Meist werden die entstanden Kunstwerke oder Erlebnisse nur durch Fotos oder Erinnerungsstücken festgehalten und so in die Welt getragen.

Neben den bekannten Vertretern dieser Kunstrichtung wie Richard Long, Edmund Burke oder auch Christo und Jeanne-Claude haben wir das Glück, auch einige Künstler ganz in unserer Nähe anzutreffen. Wenn man aufmerksam durch die Belziger Umgebung wandert, kann man auf dem Kunstwanderweg einige Werke von Künstlern aus unserer Region entdecken.

Im Rahmen des Kunstunterrichts hat sich der Kunstkurs 12 ku 2 auf eine Wanderung begeben und dabei auch das Kunstwerk „Spären“ von Marie-Christine Blomme aus dem Jahr 2010 bewundert. Die drei Kugeln aus Epoxidharz und Steinpuder stellen eine Pusteblume, die Spur eines kleinen Tieres im Schnee und die Konturen einer Rosenknospe dar.

Ganz bewusst haben wir auf unserem Weg unser eigenes Verhalten reflektiert. Gehe ich bewusst in eine Richtung oder lasse ich mich treiben? Wie verändert sich meine Beobachtung, wenn ich schnell oder langsam gehe? Was nehme ich wahr und was fällt mir auf? All das waren Fragen, die wir uns gestellt haben. Dabei konnten wir zum Beispiel feststellen, wie sich die Wirkung eines Ortes verändert, wenn wir ihn genauer betrachten. So konnten wir viele Inspirationen für eigene Land Art Projekte sammeln, die wir in den nächsten Wochen erschaffen wollen.

Zusammenfassen kann man unseren kleinen Ausflug in die Natur mit den Worten des Künstlers Andy Goldsworthy: „Bewegung, Wandel, Licht und Zerfall sind das Herzblut der Natur. Ich bin mir darüber klar geworden, dass sich Natur in einem Zustand ständigen Wandels befindet und dass diese Erkenntnis der Schlüssel zu ihrem Verständnis ist.“
In diesem Sinne danken wir unserer Lehrerin Frau Eiserbeck sehr für diesen Ausflug.



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