...und sonst so?

Anja Meyer
Mitbestimmung bei der jugendgerechten und nachhaltigen Gestaltung unseres Heimatortes - die Klasse 9L macht mit!
Freitag, 06.12.2019
Highslide JS
Für die Klasse 9L heißt es in diesem Schuljahr nicht nur den Lernstoff der 9. Klasse zu inhalieren, sondern neben der schulischen Arbeit sich auch für soziale Projekte stark zu machen.
Im Zuge der Deutsch-Polnischen Jugendagora „Grenzenlos mitmischen“ wurde unsere Klasse in das Bildungs- und Begegnungszentrum auf dem Schloß Trebnitz eingeladen Es handelt sich hierbei um ein Partizipationsprojekt mit polnischen und deutschen Schülern, das regelmäßig in Trebnitz durchgeführt wird.
So traf unsere Klasse auf polnische Schüler, die aus dem Ort Nowy Tomysl angereist waren. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark pflegt seit Juni 2001 eine
Partnerschaft mit dem Kreis Nowy Tomysl, was die Beteiligung unserer Schule an diesem Projekt möglich machte.
Die Projektleiter boten verschiedene Möglichkeiten an, um mit den polnischen Schülern in Kontakt zu kommen und sie näher kennenzulernen. Während in großen Gesprächsrunden uns stets Dolmetscher zur Seite standen, haben wir in kleineren Gruppen oft Google Übersetzer bedient, da die Verständigung auf Englisch und Deutsch doch eher schwierig war. Zum Glück gibt’s da ja noch Instagram, das auch interessante Informationen bietet.
Im Laufe einer Woche beschäftigten wir uns in Workshops mit dem Thema „Meine Heimat: Nachhaltig und Jugendgerecht“. Bei einem Treffen mit Herrn Dominik Ringler im Europäischen Haus erfuhren wir, inwiefern wir als Jugendliche in politische Entscheidungsprozesse einbezogen werden können. Schließlich werden wir es sein, die unsere Zukunft maßgeblich mitgestalten werden.
Wir wurden aufgefordert, über Möglichkeiten der Mitwirkung in unserer Heimatregion nachzudenken, eventuelle Probleme zu definieren und konkrete Lösungen zu entwickeln. Am Ende der Woche präsentierten wir in verschiedenen Gruppen unsere Projektideen, die einen Beitrag zur langfristigen Verbesserung der Lebensqualität leisten sollen. Dabei waren viel Überzeugungskraft, schlagkräftige Argumente und Ideen zur Finanzierung gefragt, um die zu dieser Veranstaltung eingeladenen Experten für eine Projektpatenschaft zu gewinnen. Auf der deutschen Seite sind dazu die Kreistagsvorsitzende Frau Mirna Richel und Florian Görner als Vertreter der Stiftung SPI der Niederlassung Brandenburg Nord-West angereist. Sie ließen sich für einige Projekte begeistern und beurkundeten ihre Unterstützung:
Müll in den Mülleimer (Friedrich Schade, Charlotte Hildebrand, Thore Mahlow,) - Mülltrennungssysteme in Bad Belzig; Zweirad statt Vierrad (Maya Grambow, Inge Giesel, Antonia Brunn) - Fertigstellung des Fahrradweges zwischen Klein Glien und Bad Belzig; Future for animals (Vanessa Schulze, Alexandra Bensch, Juliane Drese, Emily Schwäbe und Lena Stingl) - Unterstützung des Tierheimes in Bad Belzig; Jugendtreff Bad Belzig (Maximilian Klatte, Sophie Lüthke, Maria Stachen, Daniel Schmid, Aiden Jeserich, Jakob Seemann und Lennard Büchner) Gründung eines Jugendtreffs als Rückzugsort; Bessere Busanbindung in Bad Belzig (Wienand Hess, Janis Jacobi, Nine Freidanck und Wolf-Marten Dumke) - Vorschläge zur veränderten Buszeiten für Rentner und Jugendliche.
Für ein länderübergreifendes Projekt „Wald der Begegnung“ (Janne Möller, Janis Siegert, Mia Kunze, Takisha Bösenthal, Leonie Marohn), welches es sich zum Ziel gesteckt hat, sich an Baumpflanzungen zu beteiligen, wurde die Patenschaft vom stellvertretendem Schulleiter aus Nowy Tomysl Herrn Adam Polanski und unserer Klassenleiterin Frau Anja Meyer übernommen.
Mit der Unterstützung der Paten wollen wir nun im Laufe des Schuljahres die Realisierung dieser Projekte vorantreiben. Am Ende des Schuljahres ist eine zweite Begegnung geplant, dieses mal auf polnischer Seite in Poznan, wo die Zwischenergebnisse oder erfolgreiche Projektumsetzungen vorgestellt werden.



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