...und sonst so?

Samantha Neumann, M. Kuhle, M. Berndt
Bundesfinale der WK III weiblich in Berlin
Dienstag, 21.05.2019
Highslide JS

Das Tischtennis-Bundesfinale 2019 der WK III Mädchen – Ein Erlebnisbericht

Dienstag (07.05.2019)

Wir, das weibliche WK III Tischtennisteam des Fläminggymnasiums, machten uns nach der vierten Unterrichtsstunde auf den Weg vom Bad Belziger Bahnhof nach Berlin. Bevor wir jedoch im Hotel am Ostbahnhof einchecken konnten, legten wir einen Zwischenstopp am Berliner Hauptbahnhof ein. Hier fand die sogenannte Akkreditierung statt, bei der wir unsere Spielerausweise und alle anderen wichtigen Infos für die Woche erhielten. Ein buntes Unterhaltungsprogramm der Sponsoren sorgte währenddessen für viel Abwechslung.

Am Hotel angekommen, welches übrigens direkt neben der „East-Side-Gallery“ lag, packten wir erstmal unsere Sachen aus und erkundeten die nähere Umgebung. Nach dem Abendbrot stand dann noch ein wenig Freizeit auf dem Plan, die wir vor Allem für das Auffüllen unserer Vorräte nutzten, um den sportlichen Anstrengungen der kommenden drei Tage begegnen zu können.

Mittwoch (08.05.2019)

Nach dem Frühstück um 6:45 Uhr brachten uns die öffentlichen Verkehrsmittel zum Horst-Korber-Sportzentrum, wo die ersten Entscheidungen des Tages fielen sollten. In der riesengroßen Sporthalle, in der an über 50 Tischen die Vorrundenspiele aller Wettkampfgruppen aus 16 Bundesländern parallel stattfanden (Hinzu kamen noch die Partien im Para-Tischtennis für körperlich beeinträchtigte Spieler) ließen demnach weit über 500 Schülerinnen und Schüler die Bälle hin- und herfliegen.

Der erste Gruppengegner war Schleswig-Hollstein. Unsere Mannschaft begann nervös und verlor das erste Spiel deutlich. Später stellte sich allerdings heraus, dass wir es mit der Siegermannschaft zu tun hatten.

Anschließend wartete das Mädchenteam aus Berlin auf uns. Diesmal waren wir konzentrierter und erkämpften uns ein achtbares 7:2. Mit diesem Resultat war die bereits im Vorfeld bestehende positive Grundstimmung zurück ins Team gerückt. Eine längere Pause im Anschluss nutzten wir für einen kleinen Spaziergang zum Olympiastadion, welches sich in nächster Nähe befand.

Danach ging es sportlich weiter. In einem Duell auf Augenhöhe gegen Baden-Württemberg entschieden nur Nuancen über Sieg und Niederlage. Leider stand am Ende ein 3:6 auf dem Spielprotokoll und damit „nur“ noch die Chance auf eine Platzierung zwischen 9 – 16.

Auch die Abendgestaltung sollte sportiv gestaltet werden. Nach einem verspäteten Abendbrot im Hotel fuhr die Mannschaft noch schnell zur Max-Schmeling-Halle um das vorletzte Play-Off-Spiel des Spitzenteams BR Volleys der 1. Volleyballbundesliga zu sehen. Doch leider waren die Tore bereits geschlossen und es blieb bei einem kleinen Stadtspaziergang durch Berlin. Den restlichen Abend ließen wir dann auf den Zimmern bei etwas Fernsehen und Gesprächen untereinander ausklingen.

Donnerstag (09.05.2019)

Nach einem sehr zeitigen Frühstück kutschierten wir mit den „Öffis“ abermals zur Sporthalle, um nun noch drei weitere Spiele im System, wer zuerst fünf Punkte hat – gewinnt, auszutragen. Gegen Thüringens Vertreterinnen aus Ilmenau gelang es der Mannschaft an die gute Leistung vom Vortag anzuknüpfen. Am Ende musste sich das Team dennoch knapp geschlagen geben, ohne dabei jedoch den Mut zu verlieren. Im Gegenteil – auf der Zielgeraden wurden dann nochmal alle Kräfte mobilisiert und die Teams aus Bremen und Hamburg deklassiert, sodass es abschließend hieß: Platz 13 im Bundesfinale 2019 der WK III Mädchen geht an das Team aus Brandenburg.

Am Abend belohnte sich dann noch das Team mit einem gemeinsamen Ausflug zum Alexanderplatz und dem Besuch des Berliner Fernsehturms, um im Anschluss im Hotel völlig kaputt und müde ins Bett zu fallen.

Freitag (10.05.2019)

Da nun alle Turnierspiele im Tischtennis beendet waren, nutzen wir den Vormittag, um die anderen Sportarten des Bundesfinals zu erkunden. Denn neben Tischtennis wurden zeitgleich in ganz Berlin die Sportarten Handball, Volleyball, Badminton, Basketball, Gerätturnen sowie die paraolympischen Disziplinen Para Tischtennis, Goalball und Rollstuhlbasketball ausgetragen.

Wir endschieden uns jedoch für die vier Finalspiele im Handball, bei denen vor Allem Brandenburger Mannschaften sehr gute Leistungen erzielten. Eine tolle Atmosphäre in der Halle und Selfies mit Hanball-Bundestrainer Christian Prokop, sowie ein gemeinsames Pizza-Essen im Anschluss am Potsdamer Platz waren unsere Highlights bis zum Nachmittag.

Doch das sollte noch nicht Alles sein. Denn am Abend des gleichen Tages trafen sich alle Sportlerinnen und Sportler, Trainer, Lehrer und Organisatoren zu einer großen Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle. Die mehr als 4000 Sportbegeisterten aller Bundesländer bejubelten die drei besten einer jeden Sportart und Wettkampfklasse während der feierlichen Siegerehrung. Lichtershows, Livemusik, akrobatische und tänzerische Einlagen sowie eine Abschlussparty (ohne Lehrer:-)) komplementierten einen unvergesslichen Abend und eine noch lange in Erinnerung bleibende Sportveranstaltung.

Stolz, k.o. aber auch etwas wehmütig traten wir dann am Samstag (11.05.2019) nach dem Frühstück die Heimreise an…

 

…und auch wenn wir nicht Bundessieger wurden, lautet unser Fazit getreu dem Motto des olympischen Gedankens:

 

„Dabei sein ist Alles!!!“

 

Aufstellung:

  1. Hannah Prinz – einzige aktive TT-Spielerin im Team
  2. Josina Löser – Matchwinner gegen Hamburg
  3. Greta Ryll – zuverlässige Punktesammlerin
  4. Tanja Lehmann – die Fußballerin war nervenstarker Joker im Team
  5. Greta Überall – immer für eine Überraschung gut
  6. Nele Reichhardt – Handballerin, Spaßmacher und 2-facher Einzelsieger am Finaltag
  7. Samantha Neumann – stets einsatzbereit

 



« zurück