...und sonst so?

Thomas Fahlisch
FGB im tiefen Schnee
Freitag, 09.03.2018
Highslide JS
Skifahren und Snowboarden am Fläming-Gymnasium 2018

Begeistert, erschöpft und mit einigen unvorhergesehenen Impressionen ausgestattet, trafen die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrerteam nach 5 Tagen Skischulfahrt wieder in Bad Belzig ein. Eine aktive und  ereignisreiche Woche mit tollem Wintersportwetter lag hinter uns.

Bereits zum dritten Mal wurde den Schülerinnen und Schülern des Fläming-Gymnasiums die Möglichkeit geboten,  das Skifahren und Snowboarden zu erlernen sowie ihr vorhandenes Können zu vertiefen. Dabei war die Gruppe durch den Doppeljahrgang 10 und 11 mit 67 Schülern in diesem Jahr recht groß. Den Unterricht in den Kursen übernahmen die Lehrer des Fläming-Gymnasiums in Kooperation mit der ortsansässigen Skischule. Die sich hierbei ergebenden, hervorragenden pädagogischen Bedingungen in Hinsicht Differenzierung und wechselnder kleiner Gruppen unter professioneller Anleitung von erfahrenen Ski- und Snowboardlehrern sind besondere Kennzeichen dieser Skischulfahrt. Dabei standen täglich vier Unterrichtsstunden auf dem Programm, welche trotz der ausgiebigen Mittagspausen mit warmen Mahlzeiten, schon eine echte körperlich-sportliche Herausforderung, besonders im Anfängerbereich, darstellten. Am Abend wurden neben gemeinschaftlichen Aktivitäten wie Schwimmen, Tischtennis und Billard auch Theorieveranstaltungen zum Verhalten auf den Pisten, alpinen Gewahren sowie zu ökologischen Aspekten des Schneesports durchgeführt.

Der Weg führte auch in diesem Jahr wieder ins Skigebiet Steibis/ Oberstaufen im wunderschönen Allgäu. In dem kleinen, aber feinen Skigebiet kommen Anfänger als auch Fortgeschrittenen voll auf ihre Kosten und genießen den kompakten Zuschnitt mit kurzen Wegen wie beispielsweise zum Skiverleih oder auch zum Mittagsrestaurant. Bemerkenswert waren wieder die Lernfortschritte der Anfänger, die nach noch nicht einmal zwei vollständigen Skitagen schon die ersten blauen Pisten vollständig meisterten. Trotz des beschwerlichen Einstiegs in die sportliche Thematik des Gleitens, welcher durch den schier nicht zu bewältigenden Einklang von Körper, Sportgerät und Natur gekennzeichnet ist, entsteht am Ende eines Skitages, sichtlich motiviert durch das persönlich Erreichte, das Verlangen nach einer weiteren Abfahrt auf den sonnigen Pisten. Selten wird in der pädagogischen Arbeit der Zusammenhang zwischen Anstrengungsbereitschaft und persönlichem Erfolg so deutlich wie hier. Aber auch die Fortgeschrittenen konnten wertvolle Tipps von den professionellen Ski- und Snowboardlehrern mitnehmen und ihre eigene Technik auf anspruchsvollen Pisten wie beispielsweise im Tiefschnee oder im Funpark weiter entwickeln. Leider mussten wir in diesem Jahr wieder kleinere und auch größere Blessuren verkraften. Die Schüler wurden im ortansässigen Krankenhaus medizinisch versorgt und befinden sich bereits wieder auf dem Weg der Besserung. Betroffen hatte es vor allem die Snowboarder, welche bei Stürzen und den damit verbundenen Abfangbewegungen für Verletzung der oberen Extremitäten sowie des Schulter-bereichs besonders prädestiniert sind.

Die Fahrt bis zur Unterkunft in Lindenberg gestaltete sich durch unseren großen und modernen Doppelstockbus recht kurzweilig. Alle waren gut gelaunt und gespannt auf die vor uns liegende Woche. Nach diversen Pausen und ungefähr 9 Stunden Fahrtzeit hatten wir dann unser Ziel erreicht. Das leicht oberhalb der Stadt gelegene Schullandheim beherbergt neben den dort einquartierten Skigruppen vor allem Sprachschüler aus vielen Ländern der Welt. Besonderes Kennzeichen dieser Unterkunft sind die völlig neu und modern eingerichteten Zimmer sowie das breite Freizeitangebot mit eigenem Schwimmbad. Die Rückfahrt traten wir dann traditionsgemäß direkt aus dem Skigebiet an. Leider hatte es unser Busfahrer bei permanentem Schneefall versäumt, die Schneeketten anzulegen. So mussten wir auf einer kleinen Anhöhe anhalten und konnten die Fahrt vorerst nicht mehr fortsetzen, da sich der Bus auf eisglatter Fahrbahn beim Anfahren anschließend nur noch seitwärts bewegte! So kamen wir bis zur Bergung des Reisebusses zu einem unfreiwilligen dreistündigen Aufenthalt in einer Schule. Allen Betreuern des Montessori-Kinderhauses sowie dem Rettungspersonal sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gedankt! Unsere Schüler nahmen die verspätete Ankunft in Bad Belzig gelassen, was das generelle Klima dieser Skischulfahrt treffend beschreibt – entspannt und freudbetont.

Zusammenfassend eine rundum gelungene Fahrt, zu der unsere sportbegeisterten Schülerinnen und Schüler einen großen Beitrag leisteten. Das Lehrerteam bedankt sich und freut sich auf das nächste Jahr.   



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