...und sonst so?

Johann Schneider
"Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!"
Samstag, 16.09.2017
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So lautet Fausts Erkenntnis im Osterspaziergang. Goethe schaffte mit seinem Drama „Faust. Der Tragödie erster Teil“ und mit „Faust. Der Tragödie zweiter Teil“ ein Werk von Weltrang. Doch was hat es eigentlich mit Goethe auf sich, warum heißt es „Weimarer Klassik“ und wieso ist das Nationaldenkmal eine Fehldarstellung?

Auf der Studienfahrt der Klasse 10L vom 12.-14.07.17 konnten all diese Fragen geklärt werden. Am Anreisetag machten wir zuerst in Halle einen Zwischenstopp, an der Hallorenfabrik kamen wir dann doch nicht so einfach vorbei. Nach einer beeindruckenden Führung und Verkostung ging es dann aber doch auf in die Kulturhauptstadt der Bundesrepublik.

Nach dem Bezug der Jugendherberge kam am Abend noch der erste kulturelle Höhepunkt der Fahrt. Der Besuch des Theaterstückes „Faust I zu zweit“ sorgte bei allen für große Erheiterung und ließ kein Auge trocken, die Schauspieler bewiesen, dass jeder Klassiker auch komödiantische Elemente enthält. Nach dem Theaterbesuch durften die Schüler sich in Weimar dann frei bewegen und in der Zeit zwischen Kultur und Abendbrot die Stadt der großen Dichter und Denker etwas erkunden. Vorab sei gesagt, dass drei Tage für eine solche Stadt niemals genug sind, somit musste man sich auf das Wichtigste konzentrieren.

Am zweiten Tage wurden dann Goethes und Schillers Wohnhaus, das Nationalmuseum und die Parkhöhle unsicher gemacht. Faszinierende Einblicke in das Alltags- und Schaffensleben der bekanntesten deutschen Autoren boten sich, wenn man das Sterbebett Goethes sah, das kaum länger als 180cm war oder den Schreibtisch von Schillers, auf dem Dramen wie „Wilhelm Tell“, „Die Räuber“ oder „Maria Stuart“ entstanden. Die Parkhöhle zeigte die Arbeit von Goethes als Bergbauminister und demonstrierte, welche Ideen und Einfälle man bereits um 1800 hatte, um das Schloss zu entwässern oder Bier kühl zu lagern. Das gemütliche Zusammensitzen am Ende des Tages bot die Möglichkeit, sich über neue Erkenntnisse auszutauschen oder einfach mal die Seele ein wenig baumeln zu lassen.

Der letzte Tag war für das Packen und für die Abreise gedacht, wobei ein kurzer Abstecher in die Schillerstadt Jena dringend noch nötig war. Der JenTower gab der Klasse die Möglichkeit, einen Rundumblick über Jena zu erlangen, denn auch diese Stadt ist unmöglich in wenigen Stunden zu erkunden.

Als Abschluss kann klar gesagt werden, dass die gesamte Klasse beeindruckende Erlebnisse in Weimar gesammelt hat und wer zum Schluss aufmerksam gewesen war, der weiß auch, dass Goethe nur etwa 1,70 m groß war, Schiller aber 1,80 m und das Denkmal damit eine Fehldarstellung ist. Doch sind wir ehrlich – egal, wer länger war – die größten werden sie bleiben.

Der größte Dank der Klasse geht an Frau Söchting und an Frau Hapke, die uns tatkräftig und mit einer Menge Wissen begleiteten und an den Busfahrer, der uns sicher und ohne Probleme durch den Verkehr brachte.

 

Johann Schneider für die Klasse 10L



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