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Pia Kemnitz für die Klassenstufe 10
Deutsche Geschichte - ein Kapitel, das nie vergessen werden darf!
Dienstag, 16.02.2016
Highslide JS
Anlässlich des Holocaust-Gedenktages unternahmen die 10. Klassen unseres Fläming-Gymnasiums eine Exkursion in die Gedenkstätte Sachsenhausen. Die Exkursion an einen Ort der dunkelsten deutschen Geschichte fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem wir selbst gerade Parteien erleben, die Gedanken der Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz in ihre Parteiprogramme aufnehmen. In Zeiten der größten Flüchtlingsbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg, die für uns Deutsche mehr als nur eine Herausforderung ist und Menschen auf die Straße gehen lässt, scheint es wichtiger denn je zu sein, sich mit diesem Teil unserer Geschichte zu beschäftigen.#

Meine Schilderung soll es ermöglichen nachzuempfinden, wie sich die Insassen des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen fühlten.

Nachdem wir im Besucherzentrum von einer Mitarbeiterin der Konrad Adenauer-Stiftung begrüßt und durch fach- und sachkündige Mitarbeiter in den Ablauf der Führung eingewiesen worden waren, nahmen wir den Weg, den zehntausende Häftlinge auch nahmen, und durchschritten das Haupttor des ehemaligen Konzentrationslagers. Über dem Eingangstor prangte der  makabre Schriftzug: „Arbeit macht frei“. Direkt hinter dem Tor – ein damals stromdurchflossener Stacheldraht und die hohe Mauer, die deutlich vermittelten – dass hier ein Entrinnen hoffnungslos war. Der Weg führte uns über den überdimensionalen Appellplatz, der im Winter Garant für Eiseskälte und im Sommer hitzeüberflutet gewesen sein muss und schon dadurch zum Todesort für viele Häftlinge wurde. Am Obelisk hinter dem Appellplatz legten wir Blumen nieder und gedachten in einer Schweigeminute der Opfer des Konzentrationslagers. Nach der Besichtigung der noch vorhandenen Baracken mit Mehrstockbetten, die sich mehrere Menschen teilten, und den unhygienischen Sanitäranlagen konnten wir uns vorstellen, wie menschenverachtend die Gefangenen untergebracht waren. Der Rundgang durch die Überreste der „Station Z“, welche die Gaskammer, die Genickschussanlage und das Krematorium umfasst, vermittelte das ohnmächtige Gefühl, dass an diesem Ort zehntausende Menschen oft nach Folter und unerträglichen Qualen sinnlos ermordet wurden.

Diese Exkursion ließ uns ein Stück deutsche Geschichte erahnen, die uns mahnt zu verhindern, dass genau solche Lager wieder erbaut werden, die uns auffordert,  unsere Zeit zu beeinflussen und Gedanken wie Rassenhass und Ausländerfeindlichkeit zu unterbinden. Dieses ehemalige Konzentrationslager fordert von unserer Generation, alles zu tun, dass so etwas nie wieder geschieht,  dass wir uns aktiv mit unserer Geschichte auseinandersetzen und ermahnt uns, verantwortungsvoll auf zeitpolitische Ereignisse zu reagieren und Lösungen zu gestalten, die ein friedliches Zusammenleben der Völker ermöglichen. Denn auch wir haben eine Verantwortung.

 

Pia Kemnitz 



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